Tutorial: Lightroom-Look als Instagram-Filter mit Spark AR

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Als erstes von Snapchat verwendet und mittlerweile auch bei Instagram standard: Story-Filter! Jeder kennt sie, viele lieben sie und manche 
 naja manche sind vorsichtig ausgedrĂŒckt genervt. Sie können keine albernen KĂ€tzchen-Ohren, Hundenasen oder inflationĂ€r umherfliegenden Glitzerstaub mehr sehen. Doch Instagram-Filter können mehr.

Werbung, weil Verlinkung und so weiter und so fort …

Instagram Face Filter

Neue Daseinsberechtigung durch Farbfilter

Instagram-Filter bekamen 2019 eine ganz andere Daseinsberechtigung, als der Facebook-Mutterkonzern die Filter-Funktion von Instagram-Stories fĂŒr die Erstellung eigener Filter öffnete. Mit Hilfe der Software Spark AR konnte nun jeder eigene Filter basteln und auf Instagram bringen.

Schnell kamen findige Influencer, Content Creator und Fotografen auf den Trichter, dass man mit dieser Methode nicht nur virtuelle Tiermasken basteln konnte, sondern man auch die Möglichkeit hatte, den eigenen Lightroom-Farblook in Instagram-Filter-Form in Instagram-Stories zu bekommen. Sei es, um die eigenen Story-Posts vor dem Veröffentlichen nicht immer erst bearbeiten zu mĂŒssen oder um anderen Benutzern die Möglichkeit zu geben den eigenen Farblook zu nutzen und damit eventuell auch auch seine Bekanntheit und Reichweite zu steigern (denn bei jeder Verwendung deines Filters, wirst du namentlich erwĂ€hnt und verlinkt). Prominentestes Beispiel im deutschsprachigen Raum dĂŒrfte Carmushka (@carmushka) sein, deren Instagram-Farb-Filter Moody Up sicherlich der meistverwendete auf Instagram ist. Aber auch Leute wie AndrĂ© Josselin (@josselin), Anna Heupel (@annanassaft), Sami Slimani (@samislimani) oder Paul Ripke (@paulripke) haben mittlerweile ihre eigenen Instagram-Filter online.

Als Fotograf und Designer fand ich das Thema schnell spannend und habe mich intensiv damit auseinander gesetzt und bis zum Jahresende 2019 sechs eigene Instagram-Farb-Filter veröffentlicht und mehreren anderen Leuten geholfen ihre eigenen Farbfilter auf Instagram zu bekommen.

In diesem Beitrag möchte ich dir eine ausfĂŒhrliche Schritt fĂŒr Schritt ErklĂ€rung geben, wie auch du deinen eigenen Lightroom-Look, bzw. dein eigenes Lightroom-Preset in einen Instagram-Filter fĂŒr Storys verwandeln kannst und ihn bei Instagram online bekommst, so dass ihn jeder nutzen kann. Alles was du brauchst sind:

  • ein Smartphone mit Instagram
  • einen Laptop/Computer mit Windows oder MacOS
  • Adobe Lightroom Classic (Lightroom CC geht sicherlich auch, aber meine ErklĂ€rungen basieren auf Lightroom Classic)
  • dein eigenes Lightroom Preset
  • einen Instagram-Account
  • einen Facebook-Account
  • die kostenlose Software Spark AR Studio

Was du nicht brauchst sind Programmierkenntnisse oder tiefgreifend technisches Computer-Wissen. Den einzigen wirklich technischen Teil des Ganzen habe ich schon als Vorlage fĂŒr dich vorbereitet. Also keine Angst, der Boy ist an deiner Seite! Dazu aber spĂ€ter mehr.

Einen Filter bei Instagram reinzubekommen besteht im Kern aus drei Schritten:

  1. Man muss den Filter erstellen.
  2. Man muss den Filter einreichen.
  3. Der Filter muss freigegeben werden.

Schritt 1: Instagram-Filter erstellen

Den Lightroom-Look vorbereiten

Als allererstes brauchst du natĂŒrlich dein Lightroom Preset, dass du in einen Instagram-Filter umwandeln willst. Dieses musst du jedoch erst etwas vorbereiten, bevor du es als Filter verwenden kannst, denn man kann technisch bedingt leider nicht jedes Preset 1:1 verwenden.

Auf folgendes musst du im Vorfeld achten:

Das Preset muss rein farb- und lichtbasiert sein. Soll heißen: Anpassungen an Licht, Farbe, Temperatur, Kontrast, Helligkeit, Kurven, etc. sind kein Problem. Was in dem Preset allerdings auf keinen Fall verwendet werden darf sind folgende Effekte: Körnung, Vignette, SchĂ€rfe und Objektivkorrektur/Chromatische Abberation. Bei Dunst entfernen bin ich mir nicht ganz sicher, aber ich wĂŒrde es weglassen (wenn man es denn ĂŒberhaupt verwendet). Auch bei Klarheit und und Struktur bin ich mir etwas unsicher, wĂŒrde es aber auch weglassen (aber Versuch macht ja bekanntlich kluch). SĂ€mtliche lokalen Korrekturen wie Zuschnitt, Pinsel oder Radialkorrekturen gehen natĂŒrlich auch nicht. Das Preset muss also ziemlich basic sein, sonst wird der Filter spĂ€ter unschöne Farbfehler, Farbabrisse und Banding enthalten.

Bereite also dein Preset entsprechend vor. Wenn du fertig bist musst du dir hier eine LUT-Grafik herunterladen. LUT steht fĂŒr Look Up Table und beinhaltet die Farbzuordnung mit der der Filter spĂ€ter arbeiten wird. Die Datei die du heruntergeladen hast ist neutral, wĂŒrde also in dieser Form keinerlei FarbverĂ€nderungen im spĂ€teren Filter verursachen. Was du also tun musst, ist die neutrale LUT Grafik in Lightroom laden und dein Preset darauf anwenden. Damit weiß dann der Filter spĂ€ter zum Beispiel “Aha alles was eigentlich reines weiß sein sollte, ist hier eher hell beige, alles was reines Schwarz son sollte, ist hier eher gaaaaaanz dunkles blau, alle GrĂŒntöne gehen eher ins grĂ€uliche.” Wie eine Art Vergleichstabelle fĂŒr jeden Farbton.

Fehler vermeiden

Wenn du das Preset angewendet hast kannst du direkt nochmal ĂŒberprĂŒfen, ob all deine Einstellungen Filter-Kompatibel sind. Das kannst du nĂ€mlich unter anderem dadurch sehen, ob die Kanten der FarbkĂ€sten in der LUT-Grafik alles ganz sauber und scharf sind. Wenn ja, ist alles gut, wenn nein, hast du vermutlich irgendwo noch eine Einstellung, die nicht sein darf. Solange die Kanten der FarbkĂ€sten nicht absolut sauber sind, wird der Filter spĂ€ter nicht richtig funktionieren. Geh in dem Fall deine Einstellungen nochmal durch, bis du den ÜbeltĂ€ter ausfindig gemacht hast. In einem Fall wurde z.B. vergessen und mehrfach ĂŒbersehen, dass die Objektivkorrektur samt chromatischer Abberations Entfernung noch eingeschaltet war.

Lightroom LUT Fehler vermeiden

Ist alles scharf, musst du die Grafik exportieren. Hierbei ist wichtig, dass das Ausgabe-Format .png bleibt, die QualitĂ€t auf Maxium steht, keine nachtrĂ€gliche Scharfung oder GrĂ¶ĂŸenverĂ€nderung durchgefĂŒhrt wird und der Farbmodus auf sRGB steht. Auch hier gilt: Sind die Einstellungen nicht korrekt, wird der Instagram-Filter spĂ€ter nicht richtig funktionieren.

Die schlussendlich resultierende LUT-Grafik mit deinen Lightroom-Farbeinstellungen kannst du dann gerne umbenennen, damit du den Überblick behĂ€ltst. Damit ist die Vorbereitung deines Presets abgeschlossen und wir gehen zur nĂ€chsten Etappe ĂŒber: der eigentlichen Erstellung des Instagram-Filters.

Den Instagram-Filter aufbauen mit Spark AR Studio

Lade dir als erstes die kostenlose Software Spark AR Studio auf deinen Laptop/Computer herunter und installiere sie. Spark AR gibt es sowohl fĂŒr Windows als auch fĂŒr MacOS. Mit Spark AR programmiert man seinen Filter.

Damit du das aber nicht selber machen brauchst, habe ich dir eine Vorlage fĂŒr Spark AR vorbereitet, mit der du deinen Farbfilter schnell und simpel erstellen kannst. Die Vorlage kannst du hier herunterladen.

Sie enthĂ€lt eine Datei namens boyham-neutral.arproj – öffne diese mit Spark AR. Falls Spark AR eine Meldung anzeigt, dass die Datei mit einer Ă€lteren Version von Spar AR erstellt wurde, kannst du das einfach bestĂ€tigen, die alte Datei wird dann auf die Version deines Spar AR portiert.

Wenn die Datei geöffnet ist, solltest du zwei Bereiche sehen. Oben den 3D space, der die Kamera und den Bildschirm eines Smartphones simuliert und darunter den sogenannten patch editor mit zwei Items darin: Eine graue und eine orangene Box – beide mit einer Art Faden verbunden. Falls der patch editor aus unerfindlichen GrĂŒnden nicht von Haus aus offen sein sollte, kannst du ihn ĂŒber “View -> Show/hide patch editor” öffnen.

Spar AR

Auf der linken Seite des patch editors solltest du einen Bereich sehen namens “Assests”, mit verschiedenen Ordnern darin. Einer davon ist der “Textures” Ordner, der zwei Items enthĂ€lt: “camera texture” und “neutral”. Was du nun tun musst, ist die LUT-Grafik mit deinem Lightroom-Look in diesen Ordner im “Assests”-Abschnitt zu drag and droppen, um die Grafik in Spar AR zu importieren.

Nun klickst du einmal auf das Item, dass du gerade importiert hast und auf der rechten Seite der Software sollte nun ein großer Bereich mit diversen Einstellungen und Informationen zu diesem Item aufgehen. Unter anderem gibt es den Abschnitt “Manual Compression”. Hier ist es wichtig “No Compression” anzuhaken, da der Filter auf manchen Smartphones sonst fehlerhaft dargestellt wird, selbst wenn es in der Vorschau innerhalb von Spar AR oder auf deinem eigenen Handy scheinbar keine Fehler gibt. Im Abschnitt “Sampling” wĂ€hlst du noch “None” als filtering method.

Wenn das alles getan ist, drag and dropst du dein importiertes LUT-Item vom “Assests”-Bereich in den patch editor. Dadurch erscheint dort eine zweite orange Box.

Nun klickst du auf das obere Pfeil-Icon in dieser neuen Box, hĂ€ltst die Maustaste gedrĂŒckt und ziehst damit einen Faden von diesem Pfeil zu dem Pfeil von der grauen Box – so, dass beide Verbunden sind. Dadurch wird die Verbindung der ersten orangenen Box zur grauen Box verschwinden, aber das ist okay. Die erste orange Box ist ab jetzt irrelevant.

Spar AR

Wenn alles funktioniert hat, solltest du deinen Lightroom Look jetzt schon auf dem simulierten Handy-Bildschirm sehen. Aber du willst deinen Filter sicherlich gerne auf deinem eigenen Handy testen. Um das zu tun, klicke auf das “Test on device” icon neben dem “Assests” Bereich. Du hast zwei Optionen, die nĂ€her erlĂ€utert werden, denn du auf “Learn More” klickst. Damit kannst du deinen Filter temporĂ€r auf deinem Handy testen – er ist noch nicht veröffentlicht, fĂŒr niemanden außer dich sichtbar und du kannst damit auch noch keine echten Story posts veröffentlichen. Es dient nur dazu, dass du schauen kannst, wie der Filter auf deinem Handy aussieht.

Wichtig: Nicht alle Handys sind gleich!

Selbst wenn auf deinem Handy alles top ist, kann der Instagram-Filter eventuell auf anderen GerĂ€ten Fehlerhaft dargestellt werden. Zum Beispiel reagiert ein iPhone 11 manchmal anders als etwa ein Samsung Galaxy S10, ein Huawei P30 und so weiter. Wenn man alles korrekt erstellt hat, sollte es ĂŒberall funktionieren, aber ein kleiner Fehler könnte bei der HĂ€lfte aller GerĂ€te fĂŒr Bugs sorgen. Es ist also ratsam auch mal beim Handy der Freundin, der Mutter oder des Kumpels zu checken, ob alles funktioniert wie es soll.

Bist du mit allem zufrieden, musst du deinen Instagram-Filter als Datei exportieren. Gehe dazu in Spark AR auf “File -> Export” und nochmal auf auf “Export” im sich öffnenden Fenster. Sollten dir “Effect Warnings” angezeigt werden, ignoriere diese. Die sind nicht relevant.

Gratulation! Du hast deinen ersten Filter fĂŒr Instagram erstellt! Dann wollen wir ihn mal einreichen!

Schritt 2: Instagram-Filter einreichen

Instagram und Facebook verknĂŒpfen

Um einen Filter bei Instagram einzureichen gibt es eine wichtige Grund-Voraussetzung: Du musst natĂŒrlich ĂŒber ein Instagram Profil verfĂŒgen (egal ob Normal, Business oder Creator) und musst dieses Profil mit deinem Facebook-Profil oder deiner Facebook-Seite verknĂŒpft haben, da Instagram ja zu Facebook gehört und die beiden Dienste unter der Motorhaube stark miteinander verknĂŒpft sind.

Um dein Instagram-Profil mit deiner Facebook-Seite zu verknĂŒpfen, gehe (falls nicht schon geschehen) auf deine Facebook-Seite, gehe in die Einstellungen deiner Seite, klicke auf Instagram, klicke auf Konto hinzufĂŒgen und gib den Zugang deines Instagram-Profils ein.

Alternativ kannst du dein Instagram-Profil auch mit deinem normalen Facebook-Profil verknĂŒpfen. (Das geht aber glaube ich nur richtig, wenn du auch nur ein normales Instagram-Profil hast.) Gehe dazu in Instagram auf dein Profil. Dann tippe oben auf das Hamburger-MenĂŒ (die drei Striche) und dann auf das Einstellungen-Zahnrad. Dann auf Konto, dann auf verknĂŒpfte Konten, dann auf Facebook und dann gib deinen Facebook-Login ein.

Einreichen und Verwalten ĂŒber den Spark AR Hub

Jetzt wo Instagram und Facebook verknĂŒpft sind, logge dich in deinem Laptop/Computer-Browser bei Facebook ein und gehe dann auf https://www.facebook.com/sparkarhub/ – dies ist der “Spark AR Hub” – die Seite, auf der man seine Filter (Facebook nennt es “Effekte”) verwaltet.

Als erstes solltest du sicherstellen, dass du dich innerhalb des Hubs in der Facebook-Seite oder dem Facebook-Profil bewegst, fĂŒr dessen verknĂŒpftes Instagram-Profil du den Filter einreichen willst. Das siehst du oben links direkt unter dem Spark AR Hub Logo. Wenn da nicht das Profilbild der korrekten Facebook Seite/des korrekten Facebook Profils zu sehen ist, kannst du es einfach anklicken und das Richtige auswĂ€hlen.

Es ist wichtig, das im Auge zu behalten. Wenn da oben ein anderes Profil aktiv ist als das, was man mit dem gewĂŒnschten Instagram-Profil verknĂŒpft hat, klappt das Einreichen entweder gar nicht oder der Filter wird aus Versehen fĂŒr das falsche Instagram-Profil eingereicht.

Nun geht es los. Um den Einreichungsprozess zu starten, klickst du den blauen “Effekt hochladen” Button. Es folgt ein kleiner Willkommens-Text und du klickst einfach auf “Los geht’s”.

Als nĂ€chstes musst du auswĂ€hlen, dass du den Effekt bei Instagram einreichen willst (die Filter-Datei, die du anhand meiner Beschreibungen und meiner Spark AR Vorlage erstellt hast, kann NUR fĂŒr Instagram verwendet werden, nicht fĂŒr Facebook) und du musst ihm einen Namen geben. WĂ€hle weise. Das ist der Name der dann auch bei Instagram angezeigt wird. WĂ€hle am besten etwas kurzes und knackiges und vermeide tunlichst Markenbegriffe und Schimpfwörter. Namen von bereits existenten Filtern sollte man auch eher vermeiden. Aber so richtig prĂŒfen kannst du das nicht. Insofern musst du es da einfach drauf ankommen lassen.

Jetzt wird dir auch nochmal angezeigt, ob der Filter fĂŒr das richtige Instagram-Profil eingereicht wird.

Facebook will einen etwas Àrgern

Bevor du weiter klickst, kommt nun leider einer der ganz großen Knack- und Problempunkte bei der Einreichung. Der Punkt “Ja, dieser Effekt bzw. dieses Konto heben eine Marke oder ein Produkt hervor”. Dazu muss ich etwas ausholen:

Normalerweise sollte man meinen, dass wenn dein Profil keine Marke oder kein Unternehmen reprĂ€sentiert und du keine GeschĂ€ftsperson bist, nichts verkaufst, etc. du den Haken bei besagtem Feld nicht setzt. In der RealitĂ€t hat sich aber gezeigt, dass die PrĂŒfer entweder ganz streng sind oder (was wahrscheinlicher ist) nicht die Zeit haben, deinen Account genau zu durchleuchten und zu checken, dass du kein GeschĂ€ftsprofil bist. Mit dem Ergebnis, dass mir die HĂ€lfte aller Filter abgelehnt wurden mit der BegrĂŒndung mein Profil wĂŒrde eine Marke reprĂ€sentieren und ich mĂŒsse den Haken setzen. Das ist nervig und wenig nachvollziehbar, aber Gott sei Dank einfach behoben, denn wenn ein Filter abgelehnt werden sollte, wird einem die BegrĂŒndung angegeben und man kann dann den Filter entsprechend Ă€ndern und in die NachprĂŒfung schicken. Das Problem: Die ErstprĂŒfung dauert im Zweifelsfall schon ziemlich lang. Die NachprĂŒfung teilweise noch lĂ€nger.

Ich kann dir hier also nicht sagen, ob du den Haken setzen sollst oder nicht. Wenn du auf jeden Fall geschĂ€ftlich unterwegs bist, dann setze ihn. Ansonsten wĂŒrde ich raten setze ihn nicht und hoffe, dass es durch geht und Ă€ndere die Einstellung notfalls nachtrĂ€glich, falls die PrĂŒfer die Einstellung monieren.

Im nĂ€chsten Schritt musst du die Filter-Datei hochladen, die du aus Spark AR exportiert hast. Außerdem musst du ein Icon hochladen, welches bei Instagram zu deinem Filter angezeigt wird. Ich kann nur raten, dich bei der Erstellung des Icons akribisch an die Guidelines zu halten: https://sparkar.facebook.com/ar-studio/learn/documentation/design/effect-icons/

Falle Filter-Icon

Dies war bei mir der zweit-hĂ€ufigste Ablehngrund, weil ich mir anfangs etwas zu viel Freiheit bei der Icon-Erstellung genommen habe. Im besten Fall nimmst du einfach ein Foto, dass du mit dem Filter aufgenommen hast (kannst du mit der Device-Vorschau machen, die du in Spark AR anstoßen kannst). Das klappte bei mir immer und wurde stets durchgewinkt.

Nach einem obligatorischen BestĂ€tigen, dass du mit deinem Instagram-Filter keine Rechte Dritter verletzt, geht es weiter. Du hast nun nochmal die Möglichkeit den Filter zu testen. Dies ist interessant fĂŒr den nĂ€chsten Schritt. Denn dort musst du ein Vorschau-Video des Filters hochladen. Nutze dazu einfach die Vorschau, mache einen netten Kamera-Schwenk, der die Farben deines Filters besonders schön zur Geltung bringt, speichere das kurze Video (max. 15 Sekunden) auf deinem Smartphone, schicke es an deinen Laptop/Computer und lade es im Hub hoch. Im Feld Kategorie wĂ€hlst du “Farbe und Licht”.

Im nÀchsten Schritt kannst du auswÀhlen, ob der Filter direkt live gehen soll, sobald er freigegeben wurde oder nicht.

Im nĂ€chsten Schritt schildere kurz, was dein Filter genau macht. Im besten Fall auf Englisch, aber Deutsch ist scheinbar auch kein Problem. Diese Art von Filter kann ja eigentlich nicht viel. Also schreib einfach etwas schönmalerisch rein was fĂŒr einen tollen, einzigartigen Bildlook deinen Followern zur VerfĂŒgung stehen wird.

Im nÀchsten Schritt wird dir nochmal eine Zusammenfassung angezeigt und mit Klick des blauen Buttons reichst du den Effekt ein.

Schritt 3: Instagram-Filter-Freigabe

Du hast nun alles getan und jetzt heißt es warten. Und das meine ich wörtlich, denn obwohl Facebook schreibt, dass es ca. 5 Tage braucht, um deinen Filter zu prĂŒfen, dauert es in der RealitĂ€t eventuell wesentlich lĂ€nger. Ich habe teilweise bis zu 2 Wochen warten mĂŒssen, bis es eine Reaktion auf meine Einreichungen gab. Einige wurden dann akzeptiert, andere wurden abgelehnt. Ich habe allerdings auch schon Filter nach weniger als 3 Tagen freigeschaltet bekommen.

Wenn der Filter freigegeben wird: Gratulation!

Wenn der Filter abgelehnt wird: Keine Panik! Wie zuvor schon mal geschildert, wird dir jedes Mal, wenn ein Filter abgelehnt wird, die BegrĂŒndung dafĂŒr angegeben. In meinen FĂ€llen lag dies immer entweder daran, dass ich aus Sicht von Facebook den “ReprĂ€sentiert Unternehmen” Haken hĂ€tte setzen mĂŒssen oder dass mein Filter-Icon nicht den Vorgaben entsprochen hat. Man kann dann einfach in dem bereits eingereichten Filter z.B. den Haken nachtrĂ€glich setzen oder eine neue Icon-Datei hochladen und den Filter erneut prĂŒfen lassen – ohne das ganze Einreichungsprozedere von neuem starten zu mĂŒssen. Aber: Sobald du einen Filter neu einreichst, beginnt die Wartezeit auf Freigabe von vorne und kann wieder wenige bis viele Tage dauern – selbst, wenn deine Änderung vermeintlich minimal war. Hier hilft im Zweifelsfall leider nur Geduld und Abwarten.

Bisher wurde frĂŒher oder spĂ€ter jeder einzelne meiner Filter freigegeben. Nichtsdestotrotz kann ich keine Garantie darauf geben, dass dein Filter letzten Endes freigeschaltet wird. Die Wege von Facebook sind unergrĂŒndlich und man weiß nie, was sie als nĂ€chstes zu meckern haben. Die Erstellung des Filters und meine ErklĂ€rung der Einreichung sind jedoch nach bestem Wissen und Gewissen entstanden und spiegeln mein Vorgehen wieder, mit dem ich (Stand Ende 2019) sechs von sechs eigene Filter bei Instagram erfolgreich freigeschaltet bekommen habe.

Ich hoffe dieser Beitrag hat dir weitergeholfen! Wenn ja, wĂŒrde ich mich natĂŒrlich freuen, deinen Filter in Aktion zu sehen und wenn du mich durch eine Verlinkung in einer Story promoten könntest. 😘

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